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MinMon Podcast #24 by Das Kraftfuttermischwerk

Legt die Ostereier weg und schmeißt die Schokolade durch die Bude, unser kleiner Podcast feiert diesen Monat sein 2-jähriges. Als Geburtstagsgeschenk hat uns das Kraftfuttermischwerk einen klangvollen Mix zukommen lassen. Ein Name der euch sicher in den letzten Jahren ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat.

Zur Musik gibt es natürlich ein kleines Interview mit Ronny hier auf unserer Seite. Also genießt den Frühlingsanfang sowie die ersten Sonnenstrahlen und lasst euch passend dazu von unserem Podcast die Sinne verzaubern.

Steckbrief

Artist: Kraftfuttermischwerk
Label: Braucht heute kein Mensch mehr
Stil: Gerne tief
Age: So etwas fragt man nicht, sagt meine Frau
On air since: Irgendwann in den 90ern. Im Netz seit der Jahrtausendwende
Living: In Potsdam. Der schönsten Stadt im deutschen Osten
Playtime: Alles. Jede Playtime hat ihre ganz eigenen Vorzüge. Opener: Du kannst nichts kaputt machen und viel experimentieren, was ich immer sehr gerne mache. Peak: Alles abreißen und hinterm Pult springen. After Hour: Akustisch die Reste ficken, ist eine eh immer viel zu unterschätze Disziplin. Alle wollen immer nur die Peak, um hinterm Pult zu springen. Ich mag alle Zeiten. Der Musik wegen. Hauptsache.
Setup: Aktuell: NIs S8, der mir viel zu groß ist. Ich spiele gerne auf allem, wofür da gerade Platz ist. Gelernt habe ich auf meinen Plattenspielern, später dann weiter die Kür auf CDJs getanzt. Geht alles. Aber um immer alles dabei zu haben doch am liebsten meinen Rechner und einen Controller, um Traktor bedienen zu können.
Favoriten: Aktuell ungefähr 387 Tracks aus 273 Stilen. Wie immer alles.
Drink: Wodka. Ohne alles.
Superpower: Liebe

Podcast


(Direktlinks: SoundCloud, HearThis.at, Download)

Interview

Hallo Ronny, wir freuen uns sehr dich in unserer Podcast Serie begrüßen zu dürfen. Wie geht es dir?

Gut. Mir geht es meistens gut. Wirklich.

Der Name Das Kraftfuttermischwerk ist nicht nur ein Inbegriff für die dahinter stehende Website sondern auch ein Name für dein Dj und Live-Act Projekt. Wie bist du überhaupt zu diesem Namen gekommen?

Ganz einfaches Ding: Wir hatten damals in dem Kaff, in dem wir südlich von Berlin und östlich von Potsdam groß wurden, genau drei relevante Arbeitgeber. Das GRW, was für „Geräte und Regler Werke“ stand, und was ich heute auch gerne mal für „Secret-Gigs“ benutze, das CvO und das Kraftfuttermischwerk. Wir machten damals noch zu viert einen auf „Band-Projekt“ und wollten was, womit wir uns namentlich alle identifizieren konnten. Irgendwer kam dann auf „Kraftfuttermischwerk“. Keine Ahnung, wer genau das damals war, aber ich legte Wert auf den Artikel. Auf das „das“. Mache ich heute noch. Ich habe dann später die Domain dafür gekauft. Als wir lange schon keine vier, sondern nur noch zwei waren, was wir heute auch nicht mehr sind. Heute mache ich das alles alleine.

Du betreibst auch einen Blog, wie kam es dazu und wie lange ist er jetzt schon am Start?

Im September wird die Kiste 10 Jahre alt und irgendwann hat sich das alles vermischt: Was ich musikalisch so mache und was mich neben dem immer eben auch so anmacht, dass es eine Notiz oder einen Link wert wäre. Aktuell ist das, was „mich neben dem auch so anmacht“ in der Überzahl, was allerdings primär eher technischer Natur ist – mein Rechner ist aktuell so durch, dass er zum Produzieren nichts mehr taugt.

Hättest du je mit einer so großen Reichweite deines Blog gerechnet? Wen möchtest du mit deiner Seite erreichen?

Nein, ich hatte damals 20 Leser am Tag. Heute sind es mehr als das Tausendfache davon täglich. Ich hatte da nie einen Plan und ein bisschen ist es mir aktuell auch egal, wen genau ich damit erreiche. Mittlerweile weiß ich nur, wen ich damit nicht erreichen will: Nazis und ähnliche Knetbirnen, die natürlich trotzdem aufgrund der hin und wieder thematisierten Artikel vorbei schauen.

Ich mache dieses Blog immer noch in erster Linie für mich. Ich will für mich sammeln, was mich anmacht und das im besten Fall mit einem Klick in der internen Blogsuche finden können.

Aber ich stehe auch schon ein bisschen darauf, dass das, was ich da mache, offenbar auch anderen gefällt, ja.

Wie bist Du ursprünglich zum Auflegen gekommen und gab es dafür einen Auslöser?

Berlin, Mitte der 90er. Tresor-Keller und das Berliner E-Werk. Steve Mason und Ellen Alien auf Kiss FM. Ab genau dort wollte ich auch Musik senden und nicht nur empfangen. Dann halt erst billige 1210er-Nachbauten im Keller und so. Man kennt das. Später wurde dann mehr daraus.

Ich habe dich das erste mal bei einer Veranstaltungsreihe im Archiv die durch Tobi von TFE Records initiiert wurde spielen sehen. Wie kam es dazu das du dort mitgewirkt hast?

Die Frage ist witzig, weil ich tatsächlich 50 % von TFE war. Tobi kümmerte sich damals um das Label als solches und ich war da für den eher kreativen Part zuständig. Den Kredit dafür, das Label damals gemacht zu haben, zahle ich heute noch ab.

Wo können wir dich dieses Jahr Live sehen? Spielst du wieder auf Festivals oder planst du eigene Veranstaltungen?

Wir haben damals als Team recht lange in Potsdam veranstaltet. Die Nerven für Derartiges mag ich heute nicht mehr aufbringen – es sei denn, ich habe mal ein paar Tausender über. Dann buche ich alles, was ich liebe und verstecke mich für meinen darauf folgenden After-Hour-Gig irgendwo neben dem Kühlschrank hinter der Bar.

Festivals kommen: Meeresrausch, Antaris auch. Mit dem Rest; mal gucken.

Auf die schnelle 3 Locations auf denen du gespielt hast und die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Fiese Frage, weil ich vieles von dem, was ich schon immer mal spielen wollte, tatsächlich auch später dann mal spielen konnte. Die Dubstation auf der Fusion war zwei mal ein ganz großes Ding. Der Ambient-Floor des VooV-Festivals, der Antaris. Irgendwelche besetzten Fabriken in Neapel, pseudowissenschaftliche Bars in Moskau…

Eigentlich fehlen heute nur noch drei Stunden auf dem Ambient-Floor des Boom Festivals in Portugal. Mehr soll es für mich ja eigentlich auch gar nicht sein.

Erzähle uns doch mal was zu deinem Live-Act. Unterscheidet sich die Musik im Vergleich zu deinen DJ-Sets?

Naja, wenn du als DJ spielst, spielst du halt Musik von anderen. Wenn du live spielst, halt nur deine eigene. Im besten Fall dann so live wie nur möglich. Das war es schon.

Du spielst öfter mal mit Rudi Stöher zusammen und ich bin vor kurzen auf die Facebookseite Kraak & Stöher gestoßen. Was hat es damit auf sich?

Wenn ich mit Rudi spiele, wird im Regelfall geballert. Ich weiß gerade nicht, in welche Richtung das genau noch gehen wird. Aber wir arbeiten dran.

Wir sind gespannt. Vielen Dank für deine Zeit und deinen Mix!

Tracklist

01. Cobblestone Jazz (hr) – Northern Lights
02. Dominik Eulberg – Der Tanz der Gluehwuermchen (Kollektiv Turmstrasse „Dirt Glow“ Remix)
03. Miyagi – Don’t Bother Me (Einmusik Remix)
04. Vermont – Übersprung (Marcus Worgull Edit)
05. Aparde – Loom
06. Affect! – Akaria (Kris Davis Remix)
07. Jerando & Gomez – Kush
08. Plastikman – Expand (Tale Of Us Remix)
09. Minilogue – Inca
11. Adana Twins – Drive (Feat. Khan)
12. Kiasmos – Looped
13. Roberto Bardini – Ain’t No Sunshine

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