MINMON Podcast #37 by Mogreens, Fuge & Karl

Mit dem Podcast Nummer 37 bewegen wir uns mal etwas Außerhalb der klassischen elektronischen Musik und lassen uns von dem Triplepack Mogreens, Fuge und Karl mit einem sattem drei Stunden DJ Set unsere Hörgänge bespielen. Ihr dürft Euch über Jazz, Funk, House, Blues, Brazil, Hippimusik und viel buntes freuen.

Die drei kennen sich schon eine ganze Weile und bestreiten zusammen immer mal wieder wunderbare Veranstaltungen wie canbemustbutnot in der Panke Berlin, Wir am Ostsee auf Rügen oder Partys im Spartacus Potsdam. Wir freuen uns riesig sie bei uns im Podcast begrüßen zu dürfen.

Steckbrief(e)

Artist: mogreens
Label: canbemustbutnot
Stil: Hightekrumbablues
Born: 77 Potsdam
On air since: 1996
Living: Kleinfuckingmachnow
Playtime: Antizyklisch
Setup: Vinyl
Favoriten: Gilles Peterson
Drink: morgens Kaffee danach Bier
Superpower: da wo ich bin gibt´s kein streit

Artist: Fuge
Label: Valian Kollektiv / canbemustbutnot
Stil: EDM
Born: Berlin
On air since: 2012
Living: Potsdam
Setup: Turntables + Mixer
Favoriten: Money Sex, Nas1, 22a, Admin, Kai Alcé
Drink: Biozisch Anis-Sellerie oder Sterni
Superpower: psychedelic-rock Platten, die die Tanzfläche leer fegen

Artist: Karl
Label: canbemustbutnot
Stil: Fusion
Born: Potsdam
On air since: 2008
Living: Berlin
Playtime: Sunset
Setup: Turntables + Mixer
Favoriten: Gilles Peterson, Floating Points, Mr Scruff
Drink: Green Tea
Superpower: Gin Tonic

Podcast


(Direktlinks: SoundCloud, Podcast Feed, iTunes, HearThis.at, Download)

Interview

[Notiz der Redaktion: Da wir das Interview nicht unnötig lang gestalten wollten hat Stephan einige Fragen im Namen von Emil und Karl beantwortet]

Hallo Jungs, schön das ihr Zeit gefunden habt und herzlich willkommen beim MinMon Podcast. Wie geht es euch?

Emil: Hervorragend. Und danke für die Einladung.
Karl: Mir geht’s auch gut – ist ja auch gerade Festivalsommer.
Stephan: Für mein Alter erstaunlich gut.

Wie seid ihr drei zur Musik gekommen und wie habt ihr euch musikalisch gefunden? Stand die Musikrichtung schon frühzeitig fest?

Stephan: Mein erstes Set hab ich 1994 unter einer verlassenen Autobahnbrücke mit Jungle bestritten. Es haben zwei Leute getanzt und es hat mir großen Spaß gemacht. Ich hab mir immer einfach alles gekauft, was ich gut fand – alle Genres außer Pop. Schnell hab ich gemerkt, dass aus mir kein berühmter DJ wird, da hab ich mir eine fette Anlage gekauft und lieber Partys organisiert. Mit Karl leg ich seit ca. 8 Jahren zusammen auf, wir wohnten lange zusammen und lieben es bei Hippimusik Sekt zu trinken. Emil ist eigentlich aus der Clique von meinem Sohn, aber beim ersten gemeinsamen Set in der Panke Berlin, war klar – der Typ passt wie Arsch auf Eimer zu uns. Seither sind wir ein DJ – Trio. Natürlich ist das nichts verpflichtendes, jeder macht auch sein Ding, aber wenn es passt dann gern zu dritt.

Wir sind vor einigen Jahren durch eines Eurer Open Airs auf Euch aufmerksam geworden. Es wirkte für uns wie ein kleines, familiäres Festival und bei dem wir uns sehr wohl fühlten. Wann hattet ihr damit begonnen und werdet ihr dieses weiterhin veranstalten?

Stephan: Das Ding heißt Proto.lab Betriebsausflug, wir haben so einen Hackerspace in Kleinmachnow und machen seit ich denken kann Kultur und Partys in der Region. Einmal im Jahr geht es in den Wald, wichtig dabei ist dass es nur so weit entfernt ist, dass die Leute aus der Umgebung mit dem Rad anreisen können. Wir machen das immer von Himmelfahrt bis Sonntag, keiner hat Bock das ganze Geraffel für nur 1,5 Tage in den Wald zu schleppen.

Plant ihr noch andere Veranstaltungen in diesem Jahr?

Stephan: Ja nun erst mal hab ich familienmäßig was am Start, aber mit etwas Glück machen wir wieder den Chillout Floor beim Chaos Communication Congress (CCC) in Hamburg, 10.000 Hacker, 4 Tage derbste Chillmucke in einem Kongresszentrum – genau mein Ding.

Stehen noch andere interessante Auftritte in diesem Jahr an?

Stephan: Die Band meines Sohnes (Footprint Project) spielt beim Krach am Bach Festival, wie es Aussieht darf Vaddern vor dem Konzert ein paar Scheiben spielen. Karl und Emil sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Camp Tipsy. Die besten Auftritte kommen meist ganz unverhofft und kurzfristig.

Gab es für euch schon ein Highlight in diesem Jahr?

Stephan: Emil macht eine Veranstaltungsreihe im Potsdamer Spartacus (RhythmSection), da flog die Kuh. Jazz, Brazil, … House Tracks wurde gleichermaßen wortwörtlich bejubelt hat man mir berichtet, ich lag mit Angina im Bett und hab mich von meinem musikalischem Ziehvater Jozsef (monkeyking) vertreten lassen.

Eure Musikauswahl ist sehr bunt und geht durch viele Jahrzehnte der Musikgeschichte. Wo kauft Ihr für gewöhnlich Eure Musik ein?

Emil: Für gewöhnlich bei Oye Records. Ich mag die Leute und die Atmosphäre da, es ist schön umgeben von lauter Platten auf andere Musikverrückte zu treffen. Allerdings fange ich gerade vermehrt an mir im Internet Schallplatten zu bestellen, da du so einfach an die wirklichen Schätze ran kommst. Das ist aber eigentlich schade und ich hab mir auch vorgenommen, komme was wolle, immer noch zusätzlich zu einen Plattenladen zu gehen, wenn man mal die Kohle dafür hat. Ist genauso wie mit Büchern, die kauf ich nur im Laden meines Vertrauens. Ich will einfach nicht mit ansehen, wie solch liebevoll geführte Läden wegen großen bösen Musikriesen wie zB. Juno.co.uk dicht machen müssen.

Karl: Ich bin auch regelmäßig bei Oye, die treffen ein schöne Vorauswahl bei den neuen Platten. Auf die Platten, die einige Jahrzehnte alt sind, komme ich häufig durch die Radiosendung von Gilles Peterson. Die kaufe ich (wenn bezahlbar) dann oft via Discogs bei den verschiedensten Plattenläden oder (Ex)Sammlern irgendwo auf der Welt. Hier müsste ich die vermutlich ewig suchen. Wenn ich im Urlaub bin, nehme ich mir gerne Zeit durch verschiedene Plattenläden zu stöbern, also insgesamt leider zu selten.

Stephan: hhv.de, Oye… aber viel zu selten.

Wie hoch wäre der Stapel an Schallplatten wenn Ihr alle Eure Platten aufeinander legt?

Emil: Keine Ahnung. Hab ich noch nie gemacht. Warum auch? Aber ich denke meine Plattensammlung ist im Gegensatz zu Karls oder so äußerst bescheiden…
Karl:  Bei mir sind es so etwa 4 Meter.
Stephan: 3 Meter vielleicht, aber ist nen Haufen Schrott bei

Vielen Dank für eure Zeit.

Tracklist

 

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